| Gülizar Cestan | in den Gemeinderat | ||||||
| Nach der Kaufmännischen Lehre im Glarnerland zog ich in die Stadt Zürich und konnte bei der OSEC – Schweizerische Zentrale für Handelsförderung erste Erfahrungen im Ausland machen und internationale Geschäftskulturen kennen lernen. Anschliessend wechselte ich zur Swissair und konnte jahrelang die „goldenen Zeiten“ erleben. Als ich mich entschloss berufsbegleitend die AKAD zu besuchen um die Eidg. Matur Typus B nachzuholen, wechselte ich zur PUSH – Personal Union SAir Holding. Bei der PUSH lernte ich z. B. wie man Verhandlungen zu verschiedenen Gesamtarbeitsverträgen führt – ein Geben und Nehmen. Meine ersten gewerkschaftlichen Schritte waren getan. Bis zum sprichwörtlichen Ende der Swissair – bis zur letzten Minute begleitete und unterstützte ich die Swissair-Mitarbeiter – blieb ich der PUSH, der Swissair und dem Flughafen treu. Als Geschäftsführerin der FEMIA – Kultur- und Bildungshaus für Migrantinnen lernte ich z. B. was es bedeutet Analphabetin zu sein, nicht Deutsch sprechen zu können, mit Schicksalen von Migrantinnen umzugehen, Unterstützung zu gewähren, verschiedene Kulturen und soziale Schichten zu erleben etc. und auf der anderen Seite erfuhr ich, wie hart das Geschäft betreffend Fundraising ist. Und wie wichtig und wertvoll ein Netzwerk an privaten Personen, an Institutionen, Stiftungen, Verwaltungen ist. Diese Zeit bei FEMIA hat mir nebst beruflichen Qualitäten auch sehr viel Wissen im zwischenmenschlichen Bereich geschenkt. Hier habe ich gelernt und gelebt, was Integration und Migration im Alltag für eine Bedeutung hat. Es zog mich wieder zur Gewerkschaft zurück. Bei der Unia Region Aargau war ich als Gewerkschaftssekretärin für den Bereich Tertiär zuständig. Die politische und gewerkschaftliche Überzeugungsarbeit machte mir sehr viel Spass. Erfolg und Misserfolg bei Aktionen für bessere Arbeitsbedingungen oder bei Abstimmungen (z.B. Ladenschlussgesetz) wechselten sich ab. Bessere Arbeitsbedingungen, Einhaltung der GAV-Abmachungen, Bekämpfung von Lohndumping und Schwarzarbeit etc. sind leider immer noch Themen, an denen die Gewerkschaften und auch die Parteien dranbleiben müssen. Seit August 2007 arbeite ich beim Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich, Schulamt. Das Themengebiet (familienergänzende Kinderbetreuung) ist sehr interessant und macht viel Spass. |
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